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© BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal  - letzte Aktualisierung 10.03.2019
Christof Hettich BUND BV Stromberg-Neckartal
Sommerferienprogramm 2018 des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Löchgau und dem BUND Bezirksverband (BV) Stromberg-Neckartal Wer wohnt in den aufgehängten Nistkästen im Wald? Dieser Frage sind 25 Mädchen und Jungen aus Freudental und Löchgau nachgegangen, bei einer Waldexkursion mit Nistkastenkontrolle, zu der der Schwäbische Albverein Ortsgruppe Löchgau und der BUND BV Stromberg-Neckartal eingeladen hat.Zu Beginn wurde mit den Kindern über die Nutzung des Waldes durch den Menschen gesprochen. Die Kinder wussten, dass er den Rohstoff Holz zum Bau von Möbel und Häusern liefert. Wieder andere meldeten sich und erzählten, dass er auch Energie in Form von Brennholz liefert, zum Heizen unserer Wohnungen. Es wurde auch darüber gesprochen, dass die Wälder zur Luftreinhaltung dienen und CO2 binden und Sauerstoff liefern. Dass er als Wasserspeicher dient wurde auch angemerk. Es wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei diesen Wälder wie wir sie kennen, eigentlich um Forste handelt. Eine vom Menschen gestaltete Fläche zur Nutzung des Rohstoffes Holz. In der Vergangenheit wurden diese Forste zum Teil sehr intensiv genutzt, die Bäume wurden schon in einem relativ jungen Stadium geerntet. Es kam zu einem Rückgang der Vogelarten in den Wäldern, weil es nur noch wenige alte Bäume gab, in denen Spechte ihre Bruthöhlen bauen konnten. Eine wichtige Tatsache, da diese Baumhöhlen später auch von anderen Vogelarten zur Aufzucht des Nachwuchses dienen. Als dieser Umstand bemerkt wurde, wurden von der Forstverwaltung Nistkästen aufgehängt, da die Vögel einen wichtigen Betrag zur Schädlingsbekämpfung in den Wäldern leisten. Mittlerweile wurde von Förster Renner auch ein Alt- und Totholzkonzept eingerichtet. Aber bis es  genügend alte Bäume gibt, sind weiterhin noch Nistkästen notwendig und diese müssen gereinigt werden, da die Vögel die alten Nester nicht mehr nutzen.
Nach dieser Einführung ging es dann los, mit Leitern, Handbesen und Kelle ging es dann an das Reinigen der Nistkästen. Die alten Nester wurden entfernt und anhand des eingetragenen Nistmaterials wurden bestimmt, welche Vogelarten ihre Jungen in den Nisthilfen großgezogen hatten. Dabei wurde festgestellt, dass überwiegend Meisenarten die Nistkästen nutzten. Doch auch der Kleiber hat vereinzelt genistet. Zur Freude der Kinder waren in etlichen Kästen Siebenschläfermütter mit ihren Jungen eingezogen, nachdem die Vögel ihr Brutgeschäft abgeschlossen hatten. Auch Fledermäuse wurden in zwei Nistkästen vorgefunden. In diesen Fällen wurden die künstlichen Bruthöhlen nichtgereinigt, sondern sofort wieder zurückgehängt, um die Bewohner so wenig wie möglich zu beunruhigen. Nisthilfen, die von Hornissen besetzt waren wurden auch nicht gereinigt sondern nur beobachtet. Es ist die größte einheimische Wespenart und artenschutzrechtlich besonders geschützt.  Alle Beobachtungen wurden in einer Liste dokumentiert, die dann dem Forstamt Besigheim zur Verfügung gestellt wird, um so einen Überblick über die Artenzusammensetzung in diesem Waldbezirk zu erhalten.Der Schwäbische Albverein sponserte Brezeln und Getränke für die geleistete Arbeit.Im Rahmen der Exkursion wurde auch darauf eingegangen, dass eine Nutzung auf unseren Wäldern liegt.
Siebenschläfer
Siebenschläferb im Nistkasten
Ausräumen des alten Nestes