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Nisthilfen für den Mauersegler - Bauanleitung - von Roland Rapp
Bauanleitung.
Mauersegler Nistkasten Model Besigheim -  
© BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal  - letzte Aktualisierung 31.07.2018
Die gesellig in Kolonien brütenden Mauersegler bevorzugen Neststandorte in dunklen, größtenteils horizontalen Hohlräumen mit der Möglichkeit eines direkten Anflugs. Die meist 6 bis 30 Meter hoch gelegenen Höhleneingänge werden mittels einer sogenannten Unterfliegungslandung angeflogen, bei der ein erheblicher Teil des Schwungs durch einen kurzen Steigflug vor der Landung abgebremst wird. Das Nest befindet sich im Regelfall in der hinteren Höhlenecke, möglichst weit vom Eingang entfernt. Zwischen Höhleneingang und Nest können gegebenenfalls Röhren mit mindestens 10  Zentimetern Durchmesser und einer Länge von bis zu 70  Zentimetern kriechend bewältigt werden. Im Gegensatz zum  Alpensegler, bei dem sich mehrere Paare einen Eingang teilen können, beansprucht jedes Mauer- seglerpaar normalerweise einen separaten Eingang. Der Nestbau erfolgt durch beide Partner und kann schon einen Tag nach der  Verpaarung  beginnen. Das Sammeln von Nistmaterial erfolgt dabei im Flug, mit gelegentlichen Unter- brechungen aufgrund der Windabhängigkeit.
Der  Mauersegler  (Apus apus) ist eine  Vogelart  aus der Familie der  Segler. Er ähnelt den  Schwalben, ist aber mit  diesen nicht näher erwandt; die Ähnlichkeiten beruhen auf  konvergenter Evolution. Der Mauersegler ist einLang- streckenzieher. Er hält sich hauptsächlich von Anfang Mai bis Anfang August zur Brutzeit in  Mitteleuropa  auf. Seine Winterquartiere liegen in  Afrika, vor allem südlich des Äquators. Mauersegler sind extrem an ein Leben in der Luft angepasst. Außerhalb der Brutzeit halten sie sich höchstwahrscheinlich ohne Unter-rechung über mehrere Monate in der Luft auf.[1]  Im Hochsommer sind die geselligen Vögel im Luftraum über den Städten mit ihren schrillen Rufen sehr auffällig. Bei ihren Flugmanövern können sie im Sturzflug Geschwindigkeiten von mehr als 200  km/h erreichen. Der Mauersegler ist die einzige Seglerart, die in Mitteleuropa eine ausgedehnte Verbreitung aufweist. Im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche regionale Namen für den Vogel, sehr verbreitet sind hierbei „Spyre“ oder ähnliche Bezeichnungen, beispielsweise in der Schweiz oder in Tirol.