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Nisthilfen für den Gartenrotschwanz von Roland Rapp Der Gartenrotschwanz, Vogel des Jahres 2011, kommt bei uns vor allem in den  Streuobst- wiesen vor. Ende April kehrt er aus  Afrika zurück und besetzt sein Revier. Als Brutplatz bezieht er vor allem  Baumhöhlen und Halbhöhlen. Im Fachhandel und in Naturschutz- büchern werden spezielle Nistkästen angeboten, diebesonders geeignet für den Gartenrot- schwanz sein sollen. Allerdings  hat der BV-Stromberg-Neckartalfestgestellt, dass diese Nistkästen auch gerne von Kohlmeisen und Feldsperlingen angenommen werden. Wenn der Gartenrotschwanz dann aus seinem Winterquartier zurückkehrt, sind diese Nistkästen meist schon von Meisen belegt. Der BUND–BV-Stromberg-Neckartal hat über zehn Jahre mit verschiedenen Nistkastenformen experimentiert und mit dem „Löchgauer Modell“ einen für den  Gartenrotschwanz besonders geeigneten Nistkasten entwickelt. So haben im Jahr 2011 in diesem Nistkasten in den Streuobstwiesen rund um Löchgau acht Gartenrot- schwänze ihre Jungen erfolgreich aufgezogen. Dieser Nistkasten wird kaum von Meisen genutzt und steht damit dem Gartenrotschwanz bei seiner Ankunft aus Afrika in vollem Umfang zur Verfügung. Bei dem Nistkasten handelt es sich im Prinzip um einen Meisenkasten, bei dem die Vorderwand kein Einflugloch, sondern einen ca. 5 cm breiten Einfugspalt besitzt. (Maße des Nistkastens (siehe Bauanleitung). Der Nistkasten muss wie alle Nistkästen im Herbst  gereinigt werden. Der BUND–BV Stromberg–Neckartal kann allen Naturschutzgruppen, die sich für den Gartenrotschwanz einsetzen wollen, diesen Nistkaten wärmstens empfehlen. Als ideale Aufhängungsorte sind vor allen die Streuobstwiesen geeignet.
© BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal  - letzte Aktualisierung 21.11.2018
Bauanleitung. Nistkasten Löchgauer Modell