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© BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal  - letzte Aktualisierung 18.05.2018
Jäger der Nacht: Fledermausführung mit dem BUND entlang der Enz bei Besigheim Auf sehr großes Interesse stieß die Fledermausführung mit Jürgen Hellgardt, einem Fledermausexperten aus Lauffen, die vor kurzem in Besigheim stattfand.Organisiert hatte die Führung der BUND BV Stromberg-Neckartal. Die Führung ging entlang der Enz. Start war um 20:00 Uhr auf dem Enzparkplatz, von dort verlief die Strecke dann stromaufwärts bis zur Brücke der B 27. Bei dieser Gelegenheit wurden den 25 Teilnehmern die Lebensweise und das Jagdverhalten dieser Tiere vorgestellt sowie Fragen aus dem Publikum beantwortet. Ein Junge wollte zum Beispiel wissen, wie groß die Eier von Fledermäusen sind! Hier konnte Jürgen Hellgardt   klären, dass es sich bei Fledermäusen nicht um Vögel, sondern um Säugetiere handelt, die es so schon seit 60 Mio. Jahren in der Gestalt auf unserer Erde gibt. Am Beginn der Exkursion war es noch so hell, dass man den Großen Abendsegler bei der Jagd nach Insekten über der Enz beobachten konnte. Diese Fledermaus ist eine der größten der einheimischen Fledermausarten, die z. T.   schon vor Sonnen- untergang mit der Jagd beginnt. Mit fortschreitender Dunkelheit konnten dann die Fledermausarten, die später mit der Jagd beginnen, mit dem Ultraschalldetektor geortet werden. Zu sehen waren diese dann nur noch, wenn sie vor einer Lichtquelle vorbei flogen. Den Rufen, die der Ultraschalldetektor wiedergab, dem Jagdverhalten und den umliegenden Lebensräumen nach zu urteilen, handelte es sich um Zwerg-, Wasser- und Breitflügelfledermäuse, die hier an der Enz jagen. Während der ganzen Führung nahm der Bat-Detektor Rufe dieser Tiere auf. Überrascht und erfreut war Herr Hellgardt, dass der Detektor ständig Fledermausrufe ortete. In so einer Häufigkeit kommt dies selten vor. Dies ist Zeichen dafür, dass dieser Bereich an der Enz mit seiner angrenzenden Altstadt ein bedeutendes Fledermausvorkommen ist und sollte bei zukünftigen Planungen in diesem Bereich berücksichtigt werden, so das Fazit dieser Veranstaltung.
© BUND Bezirksverband Stromberg-Neckartal  - letzte Aktualisierung 5.6.2012