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© BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal  - letzte Aktualisierung 31.07.2018
Im Dorf Benningen aufgewachsen, erlebte ich die für die Nahrungsversorgung schlimme  Kriegs- und Nachkriegszeit. Um mit unserer Familie einigermaßen über die Runden zu  kommen, arbeiteten meine Mutter und ich beim Bruder meines Vaters in der Landwirtschaft mit. Kam ich von der Schule heim, lag zu Hause oft ein Zettel auf dem Tisch, auf dem stand, zu welchem Acker ich kommen solle. Bei der vielseitigen Tätigkeit lernte ich das Pflügen und Mähen und entwickelte eine unmittelbare Liebe und Verbindung zur Natur, wenn u.a.  Kartoffeln von Hand aufzulesen waren, frisch geerntete Äpfel vermostet wurden oder das  Vieh versorgt werden musste.  Mit etwas Wehmut stelle ich heute fest, dass viele Äcker und Wiesen, auf denen ich einst  gearbeitet habe, um das Dorf herum längst zugebaut und versiegelt sind,  ohne dass ein ausreichender Ausgleich für die der Natur entzogenen  Gebiete entstanden ist.
Um die unseren natürlichen Lebensgrundlagen zugefügten Schäden zu mindern und eventuell zu überwinden, bemühe ich mich als ehemaliger Lehrer seit Jahren, in Umweltschutzverbänden, in einer großen Partei und auch ganz privat für die „Bewahrung der Schöpfung“ tätig zu sein, damit mir meine Enkel einst nicht zu sehr vorwerfen, ich hätte im andauernden Krieg gegen die Natur nicht genügend friedensstiftend gewirkt.